Max Prantl wurde am 06. November 1912 in Innsbruck geboren. Schon im Gymnasium fiel seine Mehrfachbegabung auf. Danach schrieb er sich auf der Universität Innsbruck für das Medizinstudium ein, das er, bedingt durch ständige Kränklichkeit, vorzeitig aufzugeben gezwungen war. Umso mehr gab er sich seinen Neigungen wie dem Schreiben, Malen und Musizieren hin. So belegte er kurzzeitig zusammen mit Max Weiler Malkurse an der Universität Innsbruck. Während des Krieges schrieb er sich vorübergehend an der Akademie der Künste in Karlsruhe ein. Mit dem letzten Aufgebot wurde Prantl aber Ende 1944 an der Ostfront eingesetzt und im Frühjahr 1945 schwer verletzt. Er geriet in Kriegsgefangenschaft und konnte dank der Lagerübernahme durch die Amerikaner im Herbst 1945 wieder heimkehren. Als Dank dafür verordnete er sich rastloses Schaffen. 1948 entstand sein hier vorliegendes Werk „Der Mensch ohne Angst“. Menschen seiner Umgebung beschrieben ihn als „einfachen, bescheidenen und anspruchslosen Menschen, sein Äußeres als „hochgewachsenen, schönen Menschen mit anormal großen Augen“. Prantl starb im Alter von 44 Jahren.
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